Erfahrungsbericht: Florence Ganthenbein

Vom Theologischen Studienjahr in Jerusalem habe ich in einem Lektürekurs erfahren, in welchem eine ehemalige Studienjährlerin, nun Dozentin an der Universität Zürich, von ihren Erfahrungen in Jerusalem berichtete. Nach einem Besuch der Dormitioabtei auf einer Studienreise entschied ich mich für eine Bewerbung. Nach kurzer Recherche fand ich mich in einem kleinen Netzwerk ehemaliger Schweizer bzw. in der Schweiz wohnhafter Teilnehmender wieder, die mich in den Bereichen Prüfungsvorbereitung und Finanzierung beraten konnten. Ich finanzierte mein Studienjahr privat, es gibt allerdings verschiedene Stiftungen und Einrichtungen, die für ein Stipendium angefragt werden können.

Ich bewarb mich in meinem letzten Bachelorsemester und war froh um die bereits erlangten Grundlagenkenntnisse, welche an der Prüfung sowie im Studienjahr vorausgesetzt wurden. Das Auswahlgespräch fand in Bonn statt, was für mich eine Reise von insgesamt zwei Tagen bedeutete. Das Studienjahr richtet sich nach deutschen Semesterzeiten, wodurch meine Prüfungsvorbereitungszeit sowie das Ende des Studienjahrs in das Frühlingssemester fielen. Es wäre möglich, anschiessend an das Studienjahr ein Sommersemester in Deutschland (SEMP) zu absolvieren. Meine Zeit füllte sich jedoch schnell mit Projekten der Nacharbeit sowie dem Schreiben von Arbeiten. Dank optimalen Anrechnungsbedingungen in Zürich konnte ich mir das Studienjahr als erstes Masterjahr anrechnen lassen und werde so mein Studium wie vorgesehen nach zehn Semestern abschliessen können.