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Jordanien statt Sinai

Dieses Jahr konnten wir uns leider, wie bereits das 37. Studienjahr, aufgrund der politischen Lage in Ägypten nicht in die lange Tradition der Wüstenerfahrung im Sinai einreihen und mussten auf Jordanien ausweichen. Nichts desto trotz blieb das Grundkonzept „Wüstenwanderung und dabei biblische Landschaften erleben“ gewahrt.

Den Auftakt bildete eine Woche theoretische Einstimmung auf das Bevorstehende mit Vorstellung der Route, Technika und einigen Referaten. Die Themen der Referate reichten von „Alttestamentlichem Bilderverbot und seiner Rezeption“ über „Die Karte Madabas“ und „Mosetraditionen und Theologie der Wüstenväter“ bis hin zu „Die Kultur der Nabatäer und ihre Religion“.

Nachdem die letzten Erledigungen, wie Wandersandalen kaufen, abgeschlossen waren, hieß es dann am Wochenende Packen. In die Rucksäcke mussten die unterschiedlichsten Sachen, da die Tour sowohl durch sandige Wünstenlandschaften als auch drei Tage durch ein Wadi, das ganzjährig Wasser führt, verlief. Sich dabei auf das Nötigste zu beschränken, um noch genügend Platz im Rucksack für Verpflegung und Habseligkeiten von eventuellen Verletzten aufnehmen zu können, stellte uns vor eine gewisse Herausforderung, die aber letztlich jeder hervorragend meisterte.

Am Abend vor unserer Abreise besuchten wir geschlossen die Komplet, in deren Rahmen uns Prior Ralph den Reisesegen gab, stellvertretend für den Abt, der wegen Pater Nikodemus‘ Primiz zu diesem Zeitpunkt in Deutschland war.