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Sinai-Exkursion heisst...

… 10 Tage nicht waschen, intensives Zusammenleben und zusammen wandern, einander helfen, zusammen kochen, schlafen, lachen und beten in freier Natur und auch in freier Wildbahn auf die Toilette zu gehen.

Am Abend vor der Abreise spendete uns Abt Benedikt in der Komplet den Reisesegen und gab jedem von uns ein Regenbogenkreuz auf die Reise mit, die trotz aller Wissenschaftlichkeit auch irgendwie eine Pilgerreise ist. Das Regenbogenkreuz ist eines der sinnfälligen gegenseitigen Beeinflussungen von Abtei und Studienjahr: In den 70er Jahren von einem der ersten Studienjahre während der Sinai-Exkursion am sog. Rock of Inscriptions als frühchristliches Symbol entdeckt, ist es heute das Symbol der bendiktinischen Gemeinschaft auf dem Zion.

Ausgerüstet mit soviel göttlichem Zuspruch startete das Ganze am Montag, den 31.08. Nur das Nötigste darf in den Rucksack: Schlafsack, Isomatte, ein klein wenig Kleidung und ganz wichtig: Behältnisse für Wasser, das wir in der trockenen Sinai-Region bitter nötig haben werden.

Unsere erste Tagesetappe ist die Busreise bis zur südlichen Grenze Israels, nämlich nach Eilat am Golf von Aqaba. In der Nähe besuchen wir Timna, wo wir nicht nur einen mittelägyptischen Hathor-Tempel besichtigen konnten, sondern sich auch Spuren ägyptischen Kupferabbaus erhalten haben. Von unserer ersten Nacht verbringen wir im Nachal Schlomo (= Tal Salomons), von wo aus wir am nächsten Tage in Richtung ägyptischer Grende aufbrechen. Mittlerweile sind auch unsere israelischen Guides Davna, Arnon und Erad hinzugestoßen, die uns in den nächsten Tagen zu interessanten und lieben Weggefährten werden.

Die Exkursion ist grob in zwei mehrtägige Blöcke gegliedert. Während wir in den ersten Tagen in den Bergen rund ums Katharinendorf zu Fuß unterwegs sein werden, geht es im zweiten Teil motorisiert voran. Das ist ganz gut so. So kann man die ersten Tage wandernd und eher mit sich und der atemberaubenden Natur beschäftigt verbringen, während im zweiten Teil eine Reihe z.T. voneinander entfernter archäologisch interessanter Stätten aufgesucht werden, die zu Fuß nicht erreichbar wären. Von daher die nachfolgende Zweiteilung: