zur Bewerbung

Prüfungsordnung

 

Alle Studierenden des Theologischen Studienjahres sind verpflichtet, an sämtlichen
Veranstaltungen  des  laufenden  Programms  teilzunehmen,  sofern  diese  nicht  aus-
drücklich als „fakultativ“ gekennzeichnet sind. In den folgenden vier Veranstaltungs-
kategorien sind dabei die jeweils geforderten Leistungen zu erbringen:

 

I. Vorlesungen

In jedem der folgenden fünf Fachbereiche ist mindestens eine schriftliche oder mündliche Vorlesungsprüfung abzulegen:

  • Altes Testament
  • Neues Testament
  • Archäologie
  • Judaistik, Islamkunde, Ostkirchenkunde
  • Systematische Theologie, Liturgie, Kirchengeschichte, Zeitgeschichte und Politik

Über die fünf verpflichtenden Vorlesungsprüfungen hinaus können weitere abgelegt
werden. Geprüft werden nur Vorlesungen im Umfang von mindestens 1 Semester-
wochenstunde  (entspricht  6  Doppelstunden).  Alle  Prüfungen  sind  öffentlich.  Grup-
penprüfungen  sind  nicht  möglich.  Die  verbindliche  Anmeldung  zur  Prüfung  erfolgt
durch den Eintrag des Namens in die dafür ausgehängte Liste. Die Prüfungstermine
werden  ausschließlich  von  der  Studienleitung  im  Einvernehmen  mit  den  betreffen-
den Dozenten/der Dozentin festgelegt. Über die bestandene Prüfung wird ein beno-
teter Schein ausgestellt. Es besteht kein Anspruch darauf, über eine ganz bestimmte
angekündigte  Vorlesung  geprüft  zu  werden.  Dies  gilt  besonders  dann,  wenn  eine
Vorlesung und die mit ihr gegebene Prüfungsmöglichkeit ausfällt.

II. Hauptseminare

In mindestens einem der angebotenen Hauptseminare ist eine schriftliche Seminar-
arbeit  in  dem  vom  Dozenten/von  der  Dozentin  festzulegenden  Umfang  (Richtwert:
25 Seiten) zu verfassen.

  • Altes Testament
  • Neues Testament
  • Systematische Theologie oder Kirchengeschichte

Die  verbindliche  Anmeldung  zum  Abfassen  einer  Seminararbeit  erfolgt  spätestens bis zum Ende des Studienjahres durch den Eintrag des Namens und des zuvor mit dem  Dozenten  vereinbarten  Arbeitstitels  in  die  dafür  ausgehängte  Liste.  Der  Abgabetermin für alle Seminararbeiten ist der 30.09.2015. Auf  der  Grundlage  der  eingereichten  Seminararbeit  wird  ein  benoteter  Hauptseminarschein  ausgestellt.  In  Vorlesungen  können  keine  Seminararbeiten  verfasst  und damit auch keine Hauptseminarscheine erworben werden, es sei denn, dies wird im Vorlesungsverzeichnis eigens angegeben („VL und HS“). Es besteht kein Anspruch darauf,  in  einem  ganz  bestimmten  angekündigten  Hauptseminar  eine  Seminararbeit zu verfassen. Dies gilt besonders dann, wenn ein Hauptseminar und die mit ihm gegebene Möglichkeit zum Erwerb eines Hauptseminarscheins ausfällt.

 

III. Referate

Aus den folgenden beiden Listen ist jeweils ein Referat zu halten:

  • Liste A: Archäologisch-topographische und historische Grundlagen der Alttestamentlichen und Neutestamentliche Traditionsliteratur
  • Liste B: Schlaglichter zur Geschichte und Gesellschaft des Nahen Ostens von
    der Spätantike bis zur Gegenwart aus der Perspektive Israels/
    Palästinas

Die Listen mit den Referatsthemen werden zu Beginn des Studienjahres bekanntgegeben. Ein Referat umfasst:

  • einen Vortrag
  • die anschließende Aussprache
  • bei  Liste  A:  eine  schriftliche  Ausarbeitung  (ca.  15  Seiten),  die  spätestens vier Wochen nach dem Vortrag einzureichen ist.

Es  werden  benotete  Referatsscheine  ausgestellt.  Bei  Liste  A  werden  mündlicher
Vortrag,  schriftliche  Ausarbeitung  und  die  dazugehörige  Führung  (vgl.  Seite  14)  im Verhältnis 1:2:1 gewichtet.

Die  Referate  der  Liste  A  finden  im  Rahmen  des  Hauptseminars  „Archäologisch-topographische  und  historische  Grundlagen  der  Alttestamentlichen  und  Neutesta-
mentlichen Traditionsliteratur“ statt. Hier kann bei Erweiterung der Ausarbeitung auf
ca. 25 Seiten ein Hauptseminarschein erworben werden. Die Benotung erfolgt auf
der Grundlage der schriftlichen Ausarbeitung. Diese Möglichkeit ist ein zusätzliches
Angebot und entbindet nicht von der Verpflichtung, die unter II. genannte Hauptse-
minararbeit anzufertigen.

Alternativmöglichkeit zur Referatsliste B:
Für  in  der  Regel  bis  zu  fünf  Studierende  gibt  es  die  Möglichkeit,  ein  Sozialprojekt durchzuführen und als Referat vorzustellen. Diese Alternative setzt ein höheres Maß an  Eigeninitiative  (Besuche  an  Wochenenden)  voraus,  bietet  jedoch  die  Chance, das Land und seine Menschen tiefer kennen zu lernen.

 

IV. Führungen

Jede(r)  Studierende  übernimmt  auf  einer  der  Exkursionen  eine  Ortsführung.  Diese wird benotet. Eine Liste der dafür zur Verfügung stehenden Orte wird zu Beginn des Studienjahres bekanntgegeben.

 

V. Zertifikate

Im  Theologischen  Studienjahr  Jerusalem  ist  es  möglich,  unter  Erfüllung  folgender
Bedingungen  Zertifikate  als  Nachweis  besonderer  Studienschwerpunkte  zu  erhal-
ten:

Zertifikat „Archäologie und Bibelwissenschaft“

  • Besuch von  Lehrveranstaltungen von  mindestens acht  Semesterwochenstunden in den Bereichen Archäologie und Bibelwissenschaften inkl. des Nachweises von Prüfungen in mindestens vier Veranstaltungen
  • Benotete Hausarbeit zu einer der besuchten Lehrveranstaltungen
  • Abschließender  Reflexionsbericht  zum  Ertrag  der  archäologischen  Forschungen für die Exegese, diskutiert an einem konkreten Beispiel

Zertifikat „Ökumene und Interreligiöser Dialog“

  • Besuch  von  Lehrveranstaltungen  von  mindestens  acht  Semesterwochenstun-
    den in  den Bereichen „Ökumene“ (Konfessionskunde,  Ostkirchenkunde,  Öku-
    menische  Theologie  etc.),  „Judentum“  (Judaistik  und  Jüdische  Theologie/
    Philosophie   etc.),   „Islam“   (Islamwissenschaft,   Islamische   Philosophie/
    Theologie)  inkl.  des  Nachweises  von  Prüfungen  in  mindestens  vier  Veranstal-
    tungen. Die Bereiche „Ökumene“ und „Judentum“ sind obligatorisch.
  • Benotete Hausarbeit zu einer der besuchten Lehrveranstaltungen
  • Abschließender  Reflexionsbericht  über  die  Erfahrungen  der  Ökumene  in  Jeru-
    salem

 

VI. Anerkennung

Die  Vorlesungsprüfungen  und  Hauptseminarscheine  werden  von  den  evangelischen  und  katholischen  Universitätsfakultäten  Deutschlands,  Österreichs  und  der Schweiz  grundsätzlich  anerkannt.  Auch  die  meisten  evangelischen  Landeskirchenämter  in  Deutschland  erkennen  zumindest  einige  Seminarscheine  des  Studienjahres an. Art und Umfang der Anrechnung im Studienjahr erbrachter Leistungen müssen von den Teilnehmern selbst mit den jeweils zuständigen Prüfungsämtern abgeklärt werden.

 

VII. Abschlusszeugnis

Über sämtliche Veranstaltungen und die darin erbrachten Leistungen wird den Teil-
nehmern nach Ende des Studienjahres ein Abschlusszeugnis mit den entsprechen-
den  Credit  Points  nach  dem  European  Credit  Transfer  System  (ECTS)  ausgestellt. Unbenotete  Scheine  (Teilnahmebescheinigungen)    für  einzelne  Veranstaltungen gibt  es  dagegen  nicht.  Studierenden,  die  während  des  ganzen  Studienjahres  die Sprachkurse  in  Ivrith  oder  Arabisch  besucht  haben,  wird  die  Teilnahme  im  Abschlusszeugnis bescheinigt; es werden dafür aber keine Credit Points und auch keine benoteten oder unbenoteten Scheine vergeben.

 

VIII. Abschlussbericht

Bis zum 30.  Juni  ist ein Abschlussbericht einzureichen, den die Studierenden gemeinsam erstellen können. Er kann neben dem DAAD, der einen solchen Bericht verlangt,  auch  anderen  Stipendiengebern  (insbesondere  der  Deutschen  Bischofs-konferenz) vorgelegt werden. Es empfiehlt  sich, die Erstellung  dieses  Berichts frühzeitig zu planen.