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Mit dem Jeep unterwegs

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Die Jeep-Tour rüttelte uns nicht auf, sondern kräftig durch, sodass manche flugs die Seekrankheit befiel: Schnell wurden die Kotztüten herausgekramt. Die Tour, in PS-starken Allradwägen durchgeführt, führte uns oft abseits der Betonpisten über Stock und Stein durch die Wüsten des Sinais. Auch wenn uns zwischendurch speiübel war: Es hat sich vom Anfang bis zum Ende gelohnt! Die für uns fremde und dadurch anziehende Wüstenlandschaft, das Geschütteltwerden im Auto und vor allem auch viele lustige Gesänge unserer Fahrgruppen in den Autos – ein Erlebnis.

Wir kamen an diesen zwei Tagen nach Serabit El-Khadim, ein Hochplateau, das sehr deutliche ägyptische Präsenzspuren zeigt (Tempel, Königsinschriften, Hieroglyphen, Spuren von Türkisabbau). Die Nacht verbrachten wir unter herrlichstem Sternenhimmel und sehr lauen Temperaturen im Wadi Maghara. Hier konnten wir am frühen Morgen nochmals gut versteckte ägyptische Spuren bestaunen, sowie das Camp eines Herrn McDonald bestaunen, eines armer Tropfes, der im 19. Jahrhundert lebte und britischer Offizier war. Sein beträchtliches Altersvermögen legte er in den Türkisabbau an, was leider auf lange Sicht ein betriebswirtschaftlicher Griff ins Klo war – arm wie eine Kirchenmaus soll er in Alexandria verstorben sein.

An diesem Tag sahen wir noch das Wadi Mukattab, ein Wadi, an dem zahlreiche Durchreisende (antike Pilger und Handelsvölker und auch Hippie- Touris aus diesem Jahrhundert) vor allem Segenswünsche (im Falle der antiken Zeichner) und Sprüche à la "Ich war hier" (im Falle der modernen Besucher) hinterließen; ähnliches auf dem sogenannten Rock of Inscriptions, sowie der Oase Feiran, die aus der Ferne, zwischen Bergen gelegen, ein malerisches Bild abgibt.

Den Abend, die Nacht und den Morgen verbrachten wir dann direkt am Meer in Nuweiba. Einfach traumhaft: Im Meer wuschen wir uns den Schmutz und Schweiß der letzten Tage ab und konnten, mit Brille und Schnorchel ausgerüstet, auch die Korallenbänke bestaunen, die hier bis direkt ans Ufer wachsen. Am nächsten Morgen waren dann bald die Sachen gepackt und es ging zurück zur Grenze, wo das obligatorische Hickhack wartete. Vor allem die israelische Grenzkontrolle hält manche aus unserer Gruppe auf -  offensichtlich sahen manche von uns ein wenig verdächtig bis kriminell aus. Und dann vergehen die Stunden schnell: Bald nehmen wir das letzte Essen ohne richtigen Esstisch ein, bald haben wir uns von unseren lieben Guides verabschiedet, bald rollt der Bus nach Jerusalem hinauf.