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Die Geschichte des Studienjahres

Pater Laurentius Klein OSB

Der visionäre Gründer des Studienprogramms war der Benediktiner P. Laurentius Klein (1928-2002). Er kam 1969 nach Jerusalem, um die Benediktinerabtei Dormitio Mariae auf dem Berg Zion zu visitieren. Die Abtei, unmittelbar vor den Toren der Altstadt zwischen dem israelischen und jordanischen Gebiet gelegen, hatte nur noch wenige alte Mönche; sie war nach dem Sechstage-Krieg beschädigt und schien ohne Perspektive.

P. Laurentius entwickelte seine Vision für die Zukunft: Er sah die Abtei als ökumenisches Zentrum in und für Jerusalem und darüber hinaus. Dafür wollte er zunächst junge Menschen gewinnen, vor allem Studenten. So entstand aus dem ersten Projekt „90 Tage Israel“ das Theologische Studienjahr Jerusalem, das 1973/74 zum ersten Mal durchgeführt wurde und bereits im vierten Studienjahr auch für evangelische Studierende offen stand. Damit war das ökumenische Lehr- und Lernprojekt gegründet. Es gelang Laurentius Klein, den DAAD von seinem Konzept zu überzeugen, der bis heute die Stipendiaten fördert. Die wissenschaftliche Anbindung geschah über die Benediktinerhochschule Sant´ Anselmo in Rom, die die Trägerschaft der neuen Studieneinrichtung übernahm. Nach dem Tod von P. Laurentius entstand zunächst eine Lücke in der Leitung des Studienprogramms und des Studienhauses. Da keine akademische Stelle zur Verfügung stand wechselte die Studienleitung sehr häufig.

Deshalb war es wie eine Neugründung des Programms, als es 2009, auf Initiative des damaligen Studiendekans Dr. Joachim Negel, gelang, mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung einen Lehrstuhl an der Dormitio einzurichten, den „Laurentius-Klein-Lehrstuhl für Biblische und Ökumenische Theologie“. Am 4. Februar 2010 wurde er unter Beisein der Bundesministerin Dr. Annette Schavan und einer Delegation des DAAD in der Dormitio feierlich errichtet und Prof. Dr. Margareta Gruber OSF als erste Lehrstuhlinhaberin ernannt. Auch zwei wissenschaftliche Assistenten, die Studienleiter des Programms, können in Zukunft mit Mitteln des Lehrstuhls gefördert werden.